42. Preis der Chemiestadt: Russische Dominanz beim Weltcup in Dormagen

12 Dezember 2016
Im Einzelwettbewerb der 42. Ausgabe des Junioren-Weltcups „Preis der Chemiestadt“ in Dormagen setzten sich sowohl im Damen- als auch im Herren-Säbel Athleten aus Russland durch. Bei den Herren gewann Konstantin Lokhanov, bei den Damen setzte sich seine Landsfrau Olga Nikitina durch. Beste TSV-Starter waren Luis Bonah auf Rang Acht und Larissa Eifler auf Rang 14. Bei der Premiere des Mixed-Teamwettbewerbs sicherte sich die deutsche Mannschaft am Sonntag den Gesamtsieg.

Der Weltranglisten-Zweite Lokhanov, der sich im Finale mit 15:10 souverän gegen den Franzosen Maxime Pianfetti durchsetzte, hatte zuvor die beiden Dormagener Brüder Raoul und Luis Bonah aus ihrem Heimweltcup geworfen. Raoul Bonah verlor im Tableau der besten 32 mit 13:15 gegen den Russen und auch sein Bruder Luis, der im Viertelfinale bereits mit 14:13 in Front lag, schaffte es nicht, den entscheidenden Treffer zu setzen und musste sich letztlich 14:15 beugen. Mit seinem Viertelfinaleinzug war Luis Bonah bester Deutscher. Lorenz Kempf kam nicht über die Runde der besten 32 hinaus und wurde 17, Raoul Bonah wurde in der Endabrechnung 23. 

Den dritten Platz teilten sich Jean-Philippe Patrice aus Frankreich und der Amerikaner Andrew Doddo, der sein Halbfinale gegen Maxime Pianfetti verletzungsbedingt nicht antreten konnte.

Bei den Damen trat die russische Dominanz noch deutlicher zu Tage: alle vier Halbfinalistinnen trugen weiß-blau-rot auf dem Trikot. Im Finale setzte sich Olga Nikitina mit 15:7 gegen ihre Vereinskameradin Evgenia Podpaskova durch. Den dritten Platz teilten sich Svetlana Sheveleva und die Vorjahressiegerin Sofia Pozdniakova. Larissa Eifler, mit Platz 14 beste Dormagenerin, verlor ihr Achtelfinale gegen Elizabeth Tartakovsky aus den USA mit 10:15.

Am Sonntag stand zum ersten Mal der Mixed-Teamwettbewerb auf dem Programm. Die deutsche Mannschaft, bestehend aus Lorenz Kempf, Raoul Bonah, Larissa Eifler (alle Dormagen, Julika Funke, Lisa Gette (beide Würth Künzelsau) und Simon Rapp (Eislingen), konnte den Sieg für sich verbuchen. Der Schlüssel zum Weltcupsieg war das knappe 40:39 gegen Favorit Russland im Viertelfinale. Im Halbfinale setzte sich das deutsche Team mit 40:32 gegen das Team der Briten durch und im Finale siegten die „Hausherren“ mit 40:33 gegen Italien.

TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald war mit der 42. Ausgabe des Dormagener Weltcups rundum zufrieden: „Wir haben Junioren-Sport auf Weltklasseniveau gesehen und auch die Organisation hat reibungslos funktioniert. Ein großes Kompliment und ein noch größeres Dankeschön an alle freiwilligen Helfer.“IMG 0042